Die Ursprünge des heutigen Trient stammen aus der römischen Zeit (1. Jahrhundert v.Chr.), wovon einzigartige, bei Ausgrabungen im Untergrund gefundene Überreste zeugen

Der Name Trient, vom lateinischen „Tridentum“, geht auf die drei Berge (Bondone, Calisio, Marzola) oder die drei Hügel (Sant'Agata, San Rocco, Verruca) am Rande der Stadt zurück, deren Form an einen Dreizack erinnert – auch wenn es sich hierbei um eine Legende handelt. Bereits das antike Trient war ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, da die Stadt an der Via Claudia Augusta lag, einer der – auch militärisch – wichtigsten nach Norden führenden Römerstraßen. Infolge der Einwanderung der Barbaren geriet die Stadt, nach der Herrschaft der Langobarden, unter germanischen Einfluss. 1027 wurde das Fürstbistum Trient ins Leben gerufen, das bis 1803 dauerte. Das goldene Zeitalter der Stadt begann Anfang des XVI Jahrhunderts: Im Zeitraum 1514 bis 1539 war Bernhard von Cles Fürstbischof: Als Politiker, Kardinal, Gelehrte und Mäzen engagierte er sich für eine allgemeine Erneuerung der Stadt im Stil der Renaissance, der auch heute noch die Straßen der historischen Altstadt kennzeichnet. Von 1545 bis 1563 war Trient Sitz des Konzils, das die Gegenreform einleitete. In jenen Jahren entwickelte sich die Stadt zu einer wahrhaften europäischen Hauptstadt mit Hofstaaten und Delegationen des gesamten Christentums. Um die Wende zwischen dem achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert ging Trient erst an die Franzosen und dann an die Habsburger über. Mitte des neunzehnten Jahrhunderts wurde die neue Brennerbahn gebaut und zu diesem Zweck wurde die Etsch in ihr aktuelles Flussbett umgeleitet. Trient wurde erst nach dem ersten Weltkrieg (1918) zu einer italienischen Stadt. 1947 rief die Verfassungsgebende Versammlung die Autonome Region und das Sonderstatut für Trentino-Südtirol ins Leben. Heute ist Trient Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und der Region Trentino-Südtirol sowie Sitz von Universitäten und Forschungsinstituten und bietet eine reiche Auswahl an kulturellen Initiativen und Veranstaltungen, die die Stadt zu einem „grenzüberschreitenden kulturellen Reiseziel“ und einer „Brücke“ zwischen Italien und Europa, zwischen Tradition und Innovation machen.
 

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